Termine 2012

Djoze
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Das arabische Wort Djoze bedeutet "Nuß". Dementsprechend wird die Djoze im Irak aus der Schale einer Kokosnuss hergestellt, die man halbiert. Die Öffnung wird mit einer Fischhaut oder einer Rinderherzmembran verschloßen. Auf diesem Klangkörper sitzt ein Hals aus Sandel- oder Nussholz auf. Vier Saiten spannen sich über Hals und Körper. Sie sind zwar mit Violinsaiten identisch, also aus Darm, Metall oder Kunststoff, jedoch anders als bei einer Violine nicht auf G, d, a und e', sondern G, d, g und d' gestimmt. Gespielt wird die Djoze, indem man sie mit einem Spiess auf das linke Knie aufsetzt, mit der linken Hand greift und mit dem rechten Arm mit einem Bogen am Übergang zwischen Hals und Körper streicht. Der gerundete Bogen entspricht einem Violinbogen aus dem Barock. Die Djoze weist also in Bau und Spieltechnik eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Violine auf, daher auch die deutsche Bezeichnung Knie- oder Spiessgeige.

Die Djoze ist eines der ältesten bekannten Musikinstrumente der Welt. Ein in der sumerischen Stadt Ur gefundenes Steinrelief belegt, dass dort bereits vor 5000 Jahren eine der Djoze sehr ähnliche Kniegeige gespielt wurde. Sie wurde vermutlich bei mystischen Zeremonien in den Tempeln verwendet. Im Laufe der Jahrtausende hat sich das Instrument im Irak nur wenig verändert, lediglich die Zahl der Saiten erhöhte sich von eine auf vier, womit Tonumfang und Spielmöglichkeiten erweitert wurden. In anderem Ländern, in denen die Djoze Verbreitung fand, variieren dagegen sowohl Bezeichnung als auch Ausstattung: die ägyptische Rabab hat nur ein der zwei Saiten, die iranische, türkische und kaukasische Kamanje mit drei oder vier Saiten ist grösser, die indische und chinesische Rabab hat einen längeren Hals und verfügt über nur zwei Saiten. Zum Teil wird statt der Kokosnuss auch Nussbaumholz verwendet.

Bassem Hawar selbst hat einige der wichtigsten Neuerungen eingeführt, die der Djoze zu besserem Klang und breiteren Spielmöglichkeiten verhelfen. So verschloß er z. B. den hinten offenen Kokosnusskörper und liess den Hals sich nach oben verjüngen. Dies ermöglichte es ihm, die Djoze nicht mehr nur als Begleitinstrument für Gesangsstücke einzusetzen, wie in der klassisch-arabischen Musik üblich, sondern sie als eigenständiges Soloinstrument zu etablieren.

The arabic word djoze means "nut". Corresponding to his name in Iraq the djoze is made from the paring of a half-cutted coconut The open side is closed by a fish skin or the membrane of a cow heart. On this corpus there is laced a neck made of sandalwood or walnutwood. Four strings tauten from neck to corpus. Like violin strings they are made from gut, metal or plastic, but different to the violin the djoze isn't tuned on G, d, a and e', but on G, d, g and d'. The djoze is played while putting the skewer on the left knee, gripping the instrument with the left hand and bowing with the right hand over the strings between neck and corpus. The rounded bow is the same as the baroque bow. It is the similarity in construction and playing technic between djoze and violin that gave the djoze the german name of Knieegeige (viola da gamba) or Spiessgeige (skewer violin).

The djoze is one of the oldest known music instruments of the world. A stone relief located in the old sumerican city of Ur shows a viola da gamba very similar to the djoze of knowadays, which was played 5000 years ago. It was probably used in mystic ceremonies in temples. Over the millenniums in Iraq the instrument didn't changed very much, only the number of strings increased from one to four. This opened up the sound spectrum and the playing possibilities. In other countries the djoze spread out there are variations of names and equipment: the Egypt rabab with two strings, the Iranian, Turkish and Caucasian kamanje with three or four strings and much bigger size, the Indian and Chinese rabab with a longer neck and two strings. Some times there is used the wood of the walnut in place of the coconut.

It was Bassem Hawar himself who has established the most important innovations which give a better sound spectrum and diversified playing possiblities to the djoze. For example: he closed the back of the open corpus of the nut and he reduced the top of the neck. These innovations allow him not only to use the djoze as an accompanying instrument for songs as it is usual in the classical Arabic music but also to estabilish it as a self-contained solo instrument.

 

 

 

 
Copyright 2009 Bassem Hawar