Termine 2009

Pressestimmen
.....
 
 
zu AHOAR
"Ziseliere Melodien von gestrichenem Kontrabass und irakischer Spießgeige verweben sich zu einem zarten Gespinst. Langsam variieren sie das Tempo und verdichten die Noten, vorsichtig setzt ein Rhythmus vom Schellentamburin ein, begleitet von sparsamen Klaviermotiven. Die kammermusikalische Ästhetik bleibt auch in einer Improvisation gewahrt, in der die Geige eine Struktur vorgibt, zu der die übrigen Musiker assoziieren. Später übernimmt in einigen Balladen der Sänger die Führung. Im klassich arabischen Stil vermitteln langgezogene Glissandos, starkes Vibrato und insistierende Aufschwünge kunstvolle Dramatisierung. Klavier oder Geige nehmen die verzierten Melodien der Stimme in Unisonos auf und abstrahieren sie. Mit feiner Präzision greifen die Instrumente ineinander, mit großer Sensiblilität für Details. "Mesopotamien Jazz" nennen die Musiker den eigenständigen Klang von Ahoar, der ihre Biografien ebenso reflektiert wie den individuellen Stilwillen. Saad Thamir und Bassem Hawar mussten vor Jahren ihre Karrieren als Konzertmusiker und Dozenten in Bagdad aufgeben und leben seitdem in Deutschland. ... Eine einzige Session brachte die elektrisierende Erkenntnis, dass arabischer Maqam-Gesang und moderner Jazz eine Einheit bilden können. Ein Name fand sich bald: Ahoar. Das gleichnamige fruchtbare Sumpfland im südirakischen Delta von Euphrat und Tigris sollte als Metapher für die neue musikalische Schlingpflanze stehen. ... Für seine hintergründige Musik erhielt Ahoar zu Recht 2007 den deutschen Weltmusikpreis "Creole". (FAZ 13.2.2007)
 
 
 
Copyright 2009 Bassem Hawar